6 mm oder 10 mm Backstahl – welcher ist der richtige für Sie?

So gelingt Focaccia auf dem Backstahl – Rezept & Anleitung

Außen goldbraun, innen weich und luftig und obendrauf reichlich gutes Olivenöl – Focaccia gehört zu den italienischen Klassikern, die mit wenigen Zutaten richtig viel Geschmack bieten.

Auch ein Backstahl kann dir beim Focaccia-Backen helfen. Statt die Focaccia direkt auf den Stahl zu legen, kannst du die Backform auf dem vollständig vorgeheizten Backstahl platzieren. Die gespeicherte Wärme wird schnell an die Form weitergegeben und sorgt für kräftige Unterhitze.

Hier zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie es funktioniert.

Was ist Focaccia?

Focaccia ist ein italienisches Fladenbrot, das besonders mit Ligurien verbunden wird.

Typisch sind eine luftige Krume, eine goldbraune Oberfläche und die kleinen Vertiefungen, die vor dem Backen mit den Fingern in den Teig gedrückt werden.

Olivenöl spielt dabei eine wichtige Rolle und wird sowohl im Teig als auch auf der Oberfläche verwendet.

Klassisch wird Focaccia häufig mit Rosmarin und grobem Salz verfeinert. Aber auch Oliven, Tomaten, Zwiebeln oder andere Kräuter passen hervorragend dazu.

Warum Focaccia auf dem Backstahl backen?

Ein Backstahl speichert viel Wärme und gibt sie schnell an das Backgut beziehungsweise die darauf stehende Backform weiter.

Das ist nicht nur bei Pizza praktisch.

Wenn du deine Focaccia in einer geeigneten Backform auf den vorgeheizten Stahl stellst, bekommt die Form von Anfang an kräftige Unterhitze. Das unterstützt einen gut gebackenen und goldbraunen Boden.

Dabei gilt allerdings: Focaccia wird anders gebacken als Pizza.

Du brauchst deshalb nicht unbedingt die maximale Temperatur deines Backofens. Temperatur und Backzeit sollten zum Rezept, zur Teigmenge und zur verwendeten Backform passen.

Einfaches Focaccia-Rezept

Für eine klassische Focaccia brauchst du nur wenige Zutaten.

Zutaten

  • 500 g Weizen- oder Pizzamehl
  • 375 g Wasser
  • 10 g Salz
  • 5 g frische Hefe oder entsprechend Trockenhefe
  • 20 g Olivenöl für den Teig
  • zusätzlich Olivenöl für Form und Oberfläche
  • Rosmarin
  • grobes Salz

Mit 375 g Wasser auf 500 g Mehl hat der Teig eine Hydration von etwa 75 %. Er ist deshalb deutlich weicher und klebriger als viele klassische Brotteige – genau das ist gewollt.

Hinweis: Die benötigte Wassermenge kann je nach verwendetem Mehl variieren. Wenn dein Mehl weniger Wasser aufnehmen kann, kannst du zunächst etwas Wasser zurückhalten.

Schritt 1: Teig vorbereiten

Hefe im Wasser auflösen und anschließend mit dem Mehl vermischen.

Salz und Olivenöl hinzufügen und alles zu einem gleichmäßigen Teig verarbeiten.

Keine Sorge, wenn der Teig zunächst sehr weich und klebrig erscheint. Bei Focaccia solltest du nicht einfach immer mehr Mehl hinzufügen, bis der Teig nicht mehr klebt.

Das würde die Konsistenz verändern.

Schritt 2: Dehnen und Falten

Lass den Teig zunächst etwa 20–30 Minuten ruhen.

Anschließend kannst du ihn mit angefeuchteten Händen vorsichtig dehnen und falten.

Greife dafür eine Seite des Teiges, ziehe sie vorsichtig nach oben und falte sie über die Mitte. Wiederhole das von mehreren Seiten.

Während der ersten Teigruhe kannst du diesen Vorgang zwei- bis dreimal wiederholen.

Dadurch entwickelt der Teig nach und nach mehr Struktur.

Schritt 3: Teig gehen lassen

Lass den Teig anschließend abgedeckt gehen, bis er sichtbar an Volumen gewonnen hat.

Die genaue Dauer hängt stark von Raumtemperatur, Hefemenge und Mehl ab. Orientiere dich deshalb lieber am Teig als ausschließlich an der Uhr.

Alternativ kannst du Focaccia auch mit einer längeren, kalten Teigführung im Kühlschrank zubereiten. Dafür muss die Hefemenge entsprechend an die längere Fermentation angepasst werden.

Schritt 4: Focaccia in die Form geben

Gib großzügig Olivenöl in eine geeignete Backform oder auf ein geeignetes Backblech.

Setze den Teig vorsichtig hinein und ziehe ihn mit eingeölten Fingern in Richtung der Ränder.

Wenn er sich immer wieder zusammenzieht, gib ihm einfach etwas Zeit zum Entspannen und versuche es anschließend erneut.

Danach darf der Teig noch einmal ruhen und sichtbar luftiger werden.

Schritt 5: Die typischen Focaccia-Mulden

Jetzt kommt der vielleicht schönste Teil.

Gib etwas Olivenöl auf die Oberfläche und drücke deine Fingerspitzen vorsichtig tief in den Teig.

Dabei entstehen die typischen Focaccia-Mulden.

Versuche, die Luft nicht vollständig aus dem Teig zu drücken.

Anschließend kannst du die Oberfläche beispielsweise mit Rosmarin und etwas grobem Salz bestreuen.

Oder du verwendest:

  • Oliven
  • Kirschtomaten
  • rote Zwiebeln
  • Knoblauch
  • verschiedene Kräuter

Bei feuchten Belägen gilt auch hier: lieber nicht übertreiben.

Schritt 6: Backstahl vorheizen

Lege deinen Diablo Backstahl bereits in den kalten Backofen und heize ihn zusammen mit dem Ofen vollständig auf.

Für diese Focaccia kannst du dich beispielsweise an etwa 220–230 °C Ober-/Unterhitze orientieren.

Gib dem Backstahl ausreichend Zeit, vollständig auf Temperatur zu kommen. Je nach Backofen und Stärke des Stahls können etwa 30–45 Minuten sinnvoll sein.

Die genaue Position im Backofen hängt von deinem Ofen und deiner Backform ab. Eine mittlere bis untere Position ist häufig ein guter Ausgangspunkt.

Schritt 7: Focaccia backen

Stelle die Backform vorsichtig auf den heißen Backstahl.

Je nach Dicke der Focaccia, Backform und Backofen beträgt die Backzeit ungefähr 20–30 Minuten.

Verlass dich aber nicht ausschließlich auf die Uhr.

Die Focaccia ist fertig, wenn die Oberfläche schön goldbraun ist und auch der Boden ausreichend Farbe bekommen hat.

Da Backstahl und Backform sehr heiß werden, solltest du beim Einsetzen und Herausnehmen immer geeignete Ofenhandschuhe verwenden.

Nach dem Backen

Lass die Focaccia nach dem Backen kurz abkühlen.

Ein kleiner Schuss gutes Olivenöl auf der noch warmen Oberfläche kann für zusätzliches Aroma sorgen.

Danach kannst du sie in Stücke schneiden und direkt servieren.

Focaccia schmeckt hervorragend:

  • als Beilage
  • zu Salat
  • zu Antipasti
  • zum Dippen
  • als Sandwichbrot
  • oder einfach noch leicht warm direkt aus der Form

Focaccia vorbereiten und aufbewahren

Frisch gebacken schmeckt Focaccia besonders gut.

Bleibt etwas übrig, solltest du sie nach dem vollständigen Abkühlen gut verpacken, damit sie nicht unnötig austrocknet.

Für eine längere Aufbewahrung kannst du Focaccia auch portionsweise einfrieren.

Nach dem Auftauen lässt sie sich kurz im Ofen aufbacken und schmeckt dadurch wieder deutlich frischer.

Backstahl nach dem Backen reinigen

Nach dem Backen solltest du den Backstahl zunächst vollständig abkühlen lassen.

Entferne anschließend Krümel und andere Rückstände und reinige den Stahl entsprechend der Pflegeanleitung.

Unbeschichteter Stahl sollte nicht längere Zeit Feuchtigkeit ausgesetzt werden. Trockne ihn deshalb nach einer feuchten Reinigung sofort gründlich ab.

Je nach Pflegeanleitung kann anschließend eine sehr dünne Schicht geeignetes Öl aufgetragen werden.

Fazit: Focaccia und Backstahl passen hervorragend zusammen

Ein Backstahl ist nicht nur für Pizza geeignet.

Stellst du eine geeignete Focaccia-Form auf den vollständig vorgeheizten Diablo Backstahl, bekommt sie kräftige und direkte Unterhitze – gute Voraussetzungen für einen schön gebackenen Boden.

Dazu ein luftiger Teig, reichlich Olivenöl, Rosmarin und etwas Salz – mehr braucht eine richtig gute Focaccia gar nicht.

Und wenn sie noch warm aus dem Ofen kommt, wird das Warten wahrscheinlich zum schwierigsten Teil des Rezepts.

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