Vegane Pizza vom Backstahl – Teig, Beläge und kreative Ideen
Für richtig gute Pizza braucht es weder Fleisch noch Käse.
Mit einem guten Pizzateig, aromatischer Tomatensauce, Gemüse, Kräutern und kreativen Toppings kannst du jede Menge vegane Pizzavarianten ausprobieren.
Und der Teig? Klassischer Pizzateig ist häufig ohnehin vegan. Mehl, Wasser, Hefe und Salz reichen bereits aus.
Mit einem gut vorgeheizten Backstahl bekommt der Boden kräftige Unterhitze – eine gute Grundlage für deinen nächsten veganen Pizzaabend.
Ist klassischer Pizzateig vegan?
In seiner einfachsten Form besteht Pizzateig aus:
- Mehl
- Wasser
- Hefe
- Salz
Je nach Rezept kommt zusätzlich etwas Olivenöl hinzu.
Damit ist klassischer Pizzateig normalerweise bereits vegan. Du brauchst also kein spezielles Rezept, nur weil du auf tierische Zutaten verzichten möchtest.
Bei fertigen Teigen und Backmischungen lohnt sich allerdings immer ein Blick auf die Zutatenliste.
Einfacher veganer Pizzateig
Für einen klassischen Pizzateig kannst du beispielsweise folgende Zutaten verwenden:
- 500 g Pizzamehl
- 325 g Wasser
- 10 g Salz
- 2–3 g frische Hefe
Die genaue Hefemenge hängt davon ab, wie lange und bei welcher Temperatur du den Teig fermentieren möchtest.
So geht’s
Hefe im Wasser auflösen und anschließend mit dem Mehl vermischen.
Salz hinzufügen und den Teig kneten, bis er eine gleichmäßige Struktur entwickelt.
Anschließend lässt du ihn abgedeckt fermentieren.
Wie lange der Teig benötigt, hängt von Hefemenge, Temperatur und verwendetem Mehl ab. Eine längere Teigführung kann zusätzliches Aroma und eine interessante Teigstruktur entwickeln.
Wenn du mit längeren Fermentationszeiten arbeiten möchtest, solltest du ein Pizzamehl wählen, das dafür geeignet ist.
Vegane Pizza braucht keinen Käseersatz
Eine vegane Pizza muss nicht zwangsläufig versuchen, eine klassische Käsepizza nachzuahmen.
Eine Pizza Marinara ist das beste Beispiel.
Tomatensauce, Knoblauch, Oregano und Olivenöl – mehr braucht dieser italienische Klassiker nicht.
Gerade bei wenigen Zutaten kommt es auf deren Qualität und die richtige Balance an.
Natürlich kannst du auch eine vegane Käsealternative verwenden, wenn du eine cremigere Pizza möchtest.
1. Marinara – einfach und klassisch
Für eine einfache Marinara brauchst du:
Tomatensauce + Knoblauch + Oregano + Olivenöl
Nach dem Backen kannst du zusätzlich frisches Basilikum darübergeben.
Einfach, aromatisch und komplett ohne Käse.
2. Pilze, Knoblauch & Thymian
Pilze eignen sich hervorragend als Pizzabelag.
Kombiniere sie beispielsweise mit:
Tomatensauce + Pilzen + Knoblauch + Thymian
Sehr wasserreiche Pilze kannst du vorher kurz anbraten. Dadurch geben sie während des Backens weniger Flüssigkeit an die Pizza ab.
Nach dem Backen passt etwas gutes Olivenöl dazu.
3. Artischocke, Olive & rote Zwiebel
Für eine mediterrane Variante kannst du deine Pizza mit Artischocken, Oliven und dünn geschnittenen roten Zwiebeln belegen.
Achte bei eingelegten Zutaten darauf, überschüssige Flüssigkeit vorher gut abtropfen zu lassen.
So landet weniger Feuchtigkeit auf dem Pizzaboden.
4. Kartoffel & Rosmarin
Pizza funktioniert auch ganz ohne Tomatensauce.
Für eine vegane Pizza Bianca kannst du sehr dünn geschnittene Kartoffeln mit Rosmarin, Salz und Olivenöl kombinieren.
Schneide die Kartoffeln wirklich dünn, damit sie während der kurzen Backzeit gar werden.
Je nach Dicke und verwendeter Kartoffelsorte kann es sinnvoll sein, sie vorher kurz vorzugaren.
5. Paprika, Zucchini & Aubergine
Auch gegrilltes oder vorgegartes Gemüse eignet sich hervorragend.
Zum Beispiel:
Tomatensauce + Paprika + Zucchini + Aubergine
Nach dem Backen kannst du frische Kräuter oder etwas Olivenöl hinzufügen.
Hier gilt allerdings ebenfalls: Überlade die Pizza nicht.
Zu viel Gemüse – insbesondere wasserreiches Gemüse – kann dazu führen, dass der Boden schlechter durchbackt.
6. Scharf & süß
Du magst Kontraste?
Dann kombiniere eine würzige Pizza mit etwas Schärfe und Süße.
Tomatensauce, Chili, rote Zwiebeln und eine vegane Käsealternative können beispielsweise nach dem Backen mit etwas veganem Sirup oder einer scharf-süßen Sauce ergänzt werden.
Achte bei fertigen Saucen einfach darauf, dass sie zu deiner veganen Ernährung passen.
Vegane Käsealternativen auf Pizza
Wenn du den cremigen Charakter einer Käsepizza möchtest, gibt es mittlerweile zahlreiche pflanzliche Alternativen.
Welche davon am besten funktioniert, ist Geschmackssache. Einige schmelzen stärker, andere bleiben eher cremig.
Wichtig ist vor allem, nicht zu viel davon zu verwenden.
Eine dicke Schicht Belag kann zusätzliche Feuchtigkeit auf die Pizza bringen und das Backergebnis beeinflussen.
Manchmal funktioniert eine kleine Menge besser – ergänzt durch frische Kräuter oder Olivenöl nach dem Backen.
Was kommt erst nach dem Backen auf die Pizza?
Nicht jede Zutat profitiert von der hohen Backtemperatur.
Einige Toppings kannst du deshalb besser nach dem Backen hinzufügen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Rucola
- frisches Basilikum
- frische Kräuter
- Chiliöl
- hochwertiges Olivenöl
- geröstete Nüsse oder Kerne
- frische Zitronenzesten
Dadurch kannst du einer fertig gebackenen Pizza zusätzliche Frische und unterschiedliche Texturen geben.
So backst du vegane Pizza auf dem Backstahl
Beim Backen gibt es grundsätzlich keinen Unterschied zwischen veganer und nicht veganer Pizza.
Lege den Diablo Backstahl in den kalten Backofen und heize ihn zusammen mit dem Ofen vollständig auf.
Die optimale Temperatur hängt von deinem Backofen, deinem Teig und dem gewünschten Pizzastil ab.
Als Orientierung kann der Backstahl etwa 30–45 Minuten vorgeheizt werden. Ein dickerer Stahl benötigt in der Regel mehr Zeit, um vollständig auf Temperatur zu kommen.
Der Stahl speichert die Wärme und gibt sie beim Backen schnell an den Pizzaboden weiter.
Pizza auf die Pizzaschaufel bekommen
Forme deinen Pizzateig zunächst auf der Arbeitsfläche.
Belege ihn anschließend möglichst zügig, damit der Teig nicht lange auf der Pizzaschaufel liegen bleibt.
Eine kleine Menge Semola oder geeignetes Mehl auf der Pizzaschaufel kann dabei helfen, dass sich die Pizza leichter bewegen lässt.
Aber verwende nicht zu viel.
Überschüssiges Mehl oder Semola landet auf dem heißen Backstahl, kann dort verbrennen und einen bitteren Geschmack entwickeln.
Bevor du die Pizza in den Ofen schiebst, kannst du die Schaufel vorsichtig bewegen und kontrollieren, ob die Pizza noch frei darauf gleitet.
Weniger Belag, besserer Boden
Das gilt für vegane Pizza genauso wie für jede andere Pizza:
Weniger ist häufig mehr.
Zu viel Tomatensauce, Gemüse oder Käsealternative kann den Teig beschweren und viel Feuchtigkeit auf die Pizza bringen.
Verteile lieber wenige, gut aufeinander abgestimmte Zutaten auf dem Teig.
Das macht nicht nur das Einschießen mit der Pizzaschaufel einfacher – auch der Pizzaboden kann besser backen.
Welches Mehl eignet sich?
Für veganen Pizzateig brauchst du kein besonderes Mehl.
Entscheidend ist vielmehr, welches Rezept und welche Teigführung du verwenden möchtest.
Für kürzere Teigführungen kannst du beispielsweise ein klassisches Pizzamehl verwenden. Für lange Fermentationen sollte das Mehl entsprechend dafür geeignet sein.
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, kannst du hier intern auf eure gerade überarbeitete Seite „Welche Mehlsorten eignen sich am besten für Pizza auf dem Backstahl?“ verlinken.
Fazit: Vegane Pizza kann ganz einfach sein
Eine richtig gute vegane Pizza braucht keine komplizierten Ersatzprodukte.
Ein guter Pizzateig, Tomatensauce, Knoblauch, Gemüse, Kräuter und Olivenöl bieten bereits unzählige Möglichkeiten.
Oder du experimentierst mit veganen Käsealternativen und ausgefalleneren Kombinationen.
Entscheidend bleibt dasselbe wie bei jeder Pizza: ein guter Teig, nicht zu viel Belag und ausreichend Hitze von unten.
Mit einem vollständig aufgeheizten Diablo Backstahl hast du dafür zu Hause die passende Grundlage.
Jetzt fehlt nur noch deine Lieblingskombination.