6 mm oder 10 mm Backstahl – welcher ist der richtige für Sie?

Pizza in Berlin – und wie du sie mit Backstahl zu Hause backst

Berlin hat kulinarisch einiges zu bieten – und Pizza gehört längst dazu. Von klassischen italienischen Varianten bis zu modernen Interpretationen findet man in der Hauptstadt ganz unterschiedliche Pizzastile.

Wer gerne selbst Pizza backt, möchte dieses Erlebnis natürlich auch zu Hause möglichst gut umsetzen.

Dabei kann ein Backstahl im heimischen Backofen eine große Hilfe sein. Er speichert Wärme und überträgt sie schnell auf den Pizzaboden – genau dort, wo ein normaler Haushaltsbackofen häufig Unterstützung gebrauchen kann.

Doch wie funktioniert das eigentlich? Und wie bekommst du auch ohne professionellen Pizzaofen eine richtig gute Pizza aus deinem eigenen Ofen?

Warum ist Pizza im Haushaltsbackofen eine Herausforderung?

Professionelle Pizzaöfen können je nach Bauart mit deutlich höheren Temperaturen arbeiten als ein gewöhnlicher Haushaltsbackofen.

Zu Hause liegt die maximale Temperatur häufig im Bereich von etwa 250–300 °C, abhängig vom jeweiligen Gerät.

Das bedeutet allerdings nicht, dass du zu Hause keine gute Pizza backen kannst.

Entscheidend ist, die vorhandene Hitze möglichst effektiv zu nutzen.

Genau hier kommt der Backstahl ins Spiel.

Was macht ein Backstahl?

Ein Backstahl ist eine massive Stahlplatte, die im Backofen vollständig aufgeheizt wird.

Stahl besitzt eine hohe Wärmeleitfähigkeit. Dadurch kann der aufgeheizte Backstahl seine gespeicherte Wärme schnell an den Pizzateig übertragen.

Das unterstützt eine kräftige Bräunung des Bodens und kann dazu beitragen, dass die Pizza in einem Haushaltsbackofen besser gelingt als auf einem dünnen, kalten Backblech.

Wichtig ist dabei:

Der Backstahl macht deinen Ofen nicht heißer.

Er nutzt die bereits vorhandene Wärme und überträgt sie effektiv auf den Pizzaboden.

Wird Pizza auf Backstahl wie aus einem italienischen Pizzaofen?

Ein Backstahl kann das Pizzabacken im Haushaltsbackofen deutlich verbessern – er verwandelt ihn aber nicht in einen professionellen Pizzaofen.

Gerade bei neapolitanischer Pizza spielen sehr hohe Temperaturen und kurze Backzeiten eine wichtige Rolle.

Diese Bedingungen lassen sich in einem normalen Haushaltsbackofen nicht vollständig nachbilden.

Mit einem Backstahl kannst du jedoch die Möglichkeiten deines vorhandenen Ofens besser nutzen und Pizza mit kräftig gebräuntem Boden und schönem Rand backen.

Das Ziel muss also nicht sein, eine Pizzeria exakt zu kopieren.

Viel interessanter ist es, zu Hause deine eigene richtig gute Pizza zu backen.

Der richtige Pizzateig

Eine gute Pizza beginnt nicht beim Backstahl, sondern beim Teig.

Ein klassischer Pizzateig benötigt nur wenige Zutaten:

  • Mehl
  • Wasser
  • Hefe
  • Salz

Optional kann je nach Rezept etwas Olivenöl hinzukommen.

Welche Mehlsorte und Hefemenge geeignet sind, hängt unter anderem davon ab, wie lange der Teig fermentieren soll.

Eine längere Teigführung kann Aroma und Teigstruktur entwickeln. Dabei müssen Mehl, Hefemenge, Temperatur und Zeit aufeinander abgestimmt sein.

→ Mehr über das richtige Mehl für Pizza erfahren

Tipo 00 – muss es italienisches Pizzamehl sein?

Tipo 00 ist eine italienische Mehlklassifizierung.

Die Bezeichnung allein sagt jedoch nicht automatisch aus, dass ein Mehl besonders proteinreich oder für jede Art von Pizza geeignet ist.

Entscheidend ist, dass das Mehl zu deinem Rezept, der Wassermenge und der geplanten Fermentationszeit passt.

Für Pizza gibt es sowohl Tipo-00- als auch Tipo-0-Mehle mit unterschiedlichen Eigenschaften.

Auch andere geeignete Weizenmehle können für Pizza verwendet werden.

Pizza formen – lieber mit den Händen

Wenn du einen luftigen Rand möchtest, solltest du den Teig nicht unnötig mit einem Nudelholz ausrollen.

Drücke den Teig stattdessen vorsichtig von der Mitte nach außen und dehne ihn anschließend mit den Händen.

Versuche dabei, möglichst wenig Luft aus dem äußeren Rand zu drücken.

So kann sich der Rand während des Backens besser entwickeln.

Weniger Belag ist oft mehr

Eine Pizza muss nicht unter Käse, Sauce und zahlreichen Zutaten verschwinden.

Zu viel oder sehr feuchter Belag kann dazu führen, dass der Teig langsamer backt und der Boden weich bleibt.

Einige einfache Kombinationen funktionieren besonders gut:

Margherita

Tomatensauce, Mozzarella und Basilikum.

Den Mozzarella vorher gut abtropfen lassen, damit nicht unnötig viel Flüssigkeit auf die Pizza gelangt.

Pizza Bianca

Eine Variante ohne Tomatensauce – beispielsweise mit Käse, Kräutern und wenigen ausgewählten Zutaten.

Salami und Chili

Tomatensauce, Mozzarella, Salami und etwas Chili für eine würzigere Pizza.

Pilze und Parmesan

Pilze enthalten viel Wasser. Je nach Sorte und Menge kann es deshalb sinnvoll sein, sie vorher kurz anzubraten.

Nach dem Backen etwas Parmesan darübergeben.

Prosciutto und Rucola

Schinken und Rucola können je nach gewünschtem Ergebnis erst nach dem Backen auf die Pizza gegeben werden.

So bleiben die frischen Zutaten frisch und werden nicht unnötig stark erhitzt.

Backstahl richtig vorheizen

Lege den Backstahl in den kalten Backofen und heize Ofen und Stahl gemeinsam auf.

Für Pizza ist eine hohe, für deinen Backofen und dein Rezept geeignete Temperatur häufig sinnvoll.

Als Orientierung kannst du ungefähr 30–45 Minuten Vorheizzeit einplanen.

Die tatsächliche Zeit hängt von deinem Backofen sowie Größe und Dicke des Backstahls ab.

Ein dickerer Stahl benötigt normalerweise mehr Zeit und Energie zum vollständigen Aufheizen, besitzt dafür aber eine größere Wärmereserve.

→ Mehr über Temperatur und Vorheizen mit Backstahl erfahren

Wo sollte der Backstahl im Ofen liegen?

Für Pizza kann eine Position im mittleren bis oberen Bereich des Ofens ein guter Ausgangspunkt sein.

Dadurch lässt sich die kräftige Unterhitze des Backstahls besser mit der Oberhitze des Ofens kombinieren.

Es gibt allerdings keine Position, die für jeden Ofen optimal ist.

Wird der Boden zu dunkel, bevor der Rand ausreichend gebräunt ist, solltest du Temperatur oder Position anpassen.

Bleibt dagegen die Oberseite zu blass, kann eine höhere Position hilfreich sein.

Muss der Backofen immer auf maximale Temperatur?

Nicht unbedingt.

Für viele klassische Pizzastile ist eine hohe Temperatur sinnvoll. Trotzdem gilt nicht automatisch:

Je heißer, desto besser.

Teigdicke, Hydration, Zutaten, Belag und dein Backofen beeinflussen die optimale Temperatur.

Beobachte deshalb deine Pizza und passe die Einstellung an das tatsächliche Ergebnis an.

Pizza mit der Pizzaschaufel einschieben

Eine Pizzaschaufel erleichtert das Übertragen der belegten Pizza auf den heißen Backstahl.

Bereite zunächst alle Zutaten vor.

Forme anschließend den Teig, belege ihn zügig und kontrolliere vor dem Einschieben, ob sich die Pizza noch auf der Schaufel bewegen lässt.

Eine kleine Menge Semola oder geeignetes Mehl kann dabei helfen.

Verwende jedoch nicht mehr als nötig.

Überschüssiges Mehl oder Semola kann auf dem heißen Backstahl verbrennen und einen bitteren Geschmack sowie Rauch verursachen.

Eine perforierte Pizzaschaufel kann dabei helfen, überschüssiges Mehl oder Semola vor dem Einschieben abzuschütteln.

→ Diablo Air Pizzaschaufel entdecken

Wie lange muss die Pizza backen?

Dafür gibt es keine universelle Minutenangabe.

Die Backzeit hängt unter anderem ab von:

  • Ofentemperatur
  • Teigdicke
  • Wassermenge im Teig
  • Menge und Feuchtigkeit des Belags
  • Position des Backstahls
  • Oberhitze deines Ofens

Beobachte deshalb Boden, Rand und Belag statt ausschließlich die Uhr.

Mehrere Pizzen hintereinander backen

Wenn du Pizza für Familie oder Freunde backst, kommt die Wärmereserve des Backstahls besonders ins Spiel.

Nach jeder Pizza verliert die Oberfläche etwas Wärme.

Je nach Backstahl, Ofen und Backzeit kann deshalb eine kurze Erholungszeit zwischen zwei Pizzen sinnvoll sein.

Der Stahl muss jedoch nicht automatisch jedes Mal erneut 30–45 Minuten aufgeheizt werden.

6 mm oder 10 mm für Pizza?

Bei DiabloSteel kannst du zwischen unterschiedlichen Stärken wählen.

DIABLO Familie 6 mm

Der DIABLO Familie 6 mm ist eine vielseitige Variante für den Haushaltsbackofen.

Er ist leichter und benötigt weniger Zeit und Energie zum vollständigen Aufheizen als ein vergleichbarer 10-mm-Stahl.

Für Pizza, Brot und andere Backwaren ist er ein praktischer Allrounder.

→ DIABLO Familie 6 mm entdecken

DIABLO Pro 10 mm

Der DIABLO Pro 10 mm besitzt mehr Masse und damit eine größere Wärmereserve.

Das kann besonders interessant sein, wenn mehrere Pizzen hintereinander gebacken werden.

Dafür ist er schwerer und benötigt normalerweise länger zum vollständigen Aufheizen.

→ DIABLO Pro 10 mm entdecken

Backstahl statt Pizzastein?

Sowohl Backstahl als auch Pizzastein können für Pizza verwendet werden.

Der wesentliche Unterschied liegt in den Materialeigenschaften und damit in der Wärmeübertragung.

Stahl überträgt Wärme besonders schnell auf den Pizzaboden. Ein Pizzastein gibt seine gespeicherte Wärme weniger intensiv ab.

Das bedeutet nicht, dass ein Pizzastein grundsätzlich schlecht und ein Backstahl grundsätzlich besser ist.

Wenn du jedoch in einem Haushaltsbackofen eine besonders kräftige Wärmeübertragung von unten möchtest, kann ein Backstahl eine interessante Alternative sein.

→ Backstahl oder Pizzastein – die Unterschiede erklärt

Backstahl richtig pflegen

Nach dem Pizzaabend sollte der Backstahl zunächst vollständig abkühlen.

Versuche niemals, einen heißen Backstahl aus dem Ofen zu nehmen oder direkt zu reinigen.

Entferne anschließend Rückstände entsprechend der Pflegeanleitung deines Diablo Backstahls.

Bei unbeschichtetem Stahl ist besonders wichtig, längeren Kontakt mit Feuchtigkeit zu vermeiden und den Stahl nach einer feuchten Reinigung vollständig zu trocknen.

Für Einölen, Einbrennen und die Behandlung von Rost solltest du dich an die produktspezifische Pflegeanleitung halten.

→ Backstahl richtig reinigen und pflegen

Und was hat das alles mit Berlin zu tun?

Berlin bietet jede Menge Inspiration für Pizza – von klassischen italienischen Varianten bis zu modernen Interpretationen.

Doch du brauchst keine professionelle Pizzeria vor der Haustür, um dich mit Pizzateig, Fermentation und verschiedenen Belägen zu beschäftigen.

Mit einem guten Teig, wenigen ausgewählten Zutaten und einem vollständig aufgeheizten Backstahl kannst du auch im heimischen Ofen sehr gute Pizza backen.

Ob in Berlin, Hamburg, München oder anderswo spielt für den Backstahl letztlich keine Rolle.

Die Physik im Backofen bleibt dieselbe.

Fazit: Pizza aus Berlin als Inspiration für zu Hause

Die Berliner Pizzaszene kann jede Menge Inspiration liefern – aber deine eigene Pizza entsteht in deiner Küche.

Ein Backstahl hilft dabei, die Hitze deines Haushaltsbackofens effektiv auf den Pizzaboden zu übertragen. Für ein gutes Ergebnis sind jedoch auch Teigführung, Formgebung, Belag und die richtige Balance zwischen Ober- und Unterhitze entscheidend.

Experimentiere mit unterschiedlichen Pizzastilen und finde heraus, welche Kombination in deinem Ofen am besten funktioniert.

Denn am Ende muss deine Pizza nicht genauso schmecken wie in einer bestimmten Pizzeria in Berlin.

Sie muss vor allem dir schmecken.

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